Bildung und Integration

420.000 Schüler in Deutschland gehen in eine so genannte Förderschule. Dies entspricht rund 4 Prozent aller Schulkinder in Deutschland. 

420.000 Schüler in Deutschland gehen in eine so genannte Förderschule. Dies entspricht rund 4 Prozent aller Schulkinder in Deutschland.

Davon stammt ein Großteil der Kinder aus dem, in Deutschland beständig wachsenden, von Armut bedrohten Milieu. Nicht einmal jeder fünfte Förderschüler schafft direkt einen Hauptschulabschluss.

Förderschulkinder und –jugendliche sind so genannte "lernschwache Menschen, die das dreigliedrige Schulsystem nicht einzuordnen vermag".

Viele Kinder wachsen in Familien oder familienähnlichen Verbünden auf, in denen es kaum materielle Güter gibt. Man lebt von minimalem Erwerbseinkommen, von Transferleistungen. In ihrem Umfeld gibt es kaum jemand, der ihnen beim Entwickeln von realistischen Zukunftsperspektiven hilft, der sie dazu anhält, Durststrecken in Schule und Ausbildung durchzustehen, der auf sie aufpasst, ihnen aber auch Grenzen setzt, ihnen etwas zutraut, sie ermutigt, gesteckte Ziele hartnäckig weiterzuverfolgen. Misstrauen und Ablehnung sind sie gewohnt, gleichgültige Duldung und Versorgung ebenso. Ihnen fehlen tragfähige Kontakte zu kompetenten Erwachsenen und Altersgleichen. Kurz: hier fehlt soziales Kapital. In der Schule erreichen sie nicht sehr viel.

Den Förderschulen gelingt es bisweilen eindrücklich diese Bildungsbiografien als Aufgabe zu begreifen und mit einem erweiterten Bildungsverständnis die Talente dieser Kinder zu entwickeln – ihnen Chancen zu eröffnen und ihre Wege zu begleiten. Damit es den Förderschulen gelingt, das Bildungsschicksal solch junger Menschen nachhaltig zu beeinflussen, brauchen sie sie die Unterstützung starker Partner.

Wir von unterstützen Kinder und Jugendliche aus Förderschulen, weil diese Schulen als letztes Glied in unserem Bildungssystem gelingende Lernorte für alle Kinder und Jugendliche mit jedweden Beeinträchtigungen und Behinderungen sein können.

Zurück