Johann-Hinrich-Wichern-Schule, Frankfurt

130 Schülerinnen und Schülern mit vorrangig sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen diese Schule.

130 Schülerinnen und Schülern mit vorrangig sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen diese Schule.

Meist sind die Kinder und Jugendliche durch den Einfluss verschiedenster Faktoren in ihrem Lern-, Leistungs- und Sozialverhalten beeinträchtigt. Oftmals liegen komplexe Problemsituationen vor.

Um die Situation in den Pausen gerade für die Älteren zu entzerren, überlegte man sich ein Musikangebot. Musik ist in diesem Alter oft sehr wichtig und lässt die Kids gut entspannen, um danach wieder besser am Unterricht teilnehmen zu können.

Doch eine Musikanlage konnte sich die Schule nicht leisten. Deswegen wurde sie im Frühjahr 2012 von "Wir helfen Kindern e.V." finanziert.

Wie man auf den Bildern sehen kann, wird sie nicht nur für die Pausen eingesetzt, sondern kam direkt beim ersten Schulfest zum Einsatz. Weiterführend wird es bei den Nachmittagsangeboten eingesetzt werden, die infolge zur lange ersehnten Ganztagesschule ab dem Schuljahr 2012 / 2013 verläßlich organisiert werden müssen.

Zu Weihnachten 2011 begeisterten die Schülerinnen und Schüler der Grundstufenklasse Eltern und Mitschüler mit dem, was sie in einem Percussion-Projekt gelernt haben. "Wir helfen Kindern e.V." finanzierte diesen Workshop.

Die Rektorin Adelheid Wagner berichtet:
"Im ersten Schulhalbjahr 2011/12 stand für die Schülerinnen und Schüler der Grundstufenklasse mit Ihrer Lehrerin Adelheid Riedl ein ganz besonderes Projekt auf dem Programm. Es handelte sich um eine Perkussionsaktion, bei der es für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer um die Koordination von Bewegungsabläufen im Rahmen einer rhythmischen Gestaltung mit Trommeln bei gleichzeitiger Verbesserung der sozialen Kommunikation untereinander ging.

Unter der erfahrenen Leitung von Thomas Donat lernten die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit verschiedenen Arten von Trommeln und anderen Rhythmusinstrumenten. Dabei galt es, Jungen und Mädchen mit unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen und Begabungen in den Ablauf einzubeziehen, die Freude am Tun zu fördern und das partnerschaftliche Helfen sowie die gegenseitige Rücksichtnahme zu trainieren. Am Ende des musikalischen Erlebens stand dann das gemeinsame rhythmische Trommeln.

Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Talente zum Vorschein, unterstützt durch die von Thomas Donat zur Verfügung gestellten Freiräume. Jedes Kind konnte seine Ideen vortragen, die dann in den Ablauf eingebaut wurden. So entwickelten sich Solo-Parts und Sicherheit im Umgang mit den Instrumenten. Viele kreative Ideen, die immer wieder Neuschöpfungen entstehen ließen, wurden umgesetzt, z. B. durch die Verknüpfungen von bekannten und neuen Rhythmen. Beeindruckend, was innerhalb eines begrenzten Zeitraums alles entstehen kann! Die Schülerinnen und Schüler waren mit konzentrierter Hingabe und Begeisterung bei der Sache. Das belegen Aussagen wie: „Ich würde am liebsten bis morgen früh weiter trommeln.“ „Wann geht es weiter?“ „Ich kann auch etwas Neues!“ „Wann können wir die Trommel tauschen?“

Aber nicht nur Musikalität war gefordert, sondern auch das soziale Miteinander fand angemessene Beachtung. Absprachen mussten getroffen und eingehalten werden, abwechselnd stand man im Vorder- oder im Hintergrund, die Einordnung in den Handlungsablauf und das Befolgen von Regeln war notwendig. Schließlich galt der Grundsatz: Alle spielen gemeinsam! Hierzu war die Einhaltung eines gemeinsamen Beginns und eines gemeinsamen Endes unbedingt erforderlich.

Die Krönung der Arbeit waren natürlich die beiden Auftritte vor Publikum und das gemeinsame Musizieren mit den Eltern und Lehrkräften. So wurde einmal zum Frühstück der Grund- und Mittelstufenklassen mit deren Eltern aufgespielt. Am nächsten Tag bildeten die älteren Schülerinnen und Schüler der Praxis- und Werkstattklassen die Zuhörerschaft beim Auftritt in der Aula der Schule."

Dankeschön

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